Haftpflicht ist Pflicht
Wer als Radfahrer Schaden verursacht — an einem Auto, Fußgänger oder anderen Fahrer — haftet nach spanischem Zivilrecht persönlich. Eine Mallorca-Reise ohne Haftpflichtdeckung ("responsabilidad civil") ist das größte vermeidbare finanzielle Risiko des Urlaubs. Die meisten nationalen Verbände (BDR, ÖRV, Swiss Cycling, RFEC) bündeln sie mit der Jahresmitgliedschaft für 30–60 €. Karte vor dem Flug prüfen.
Was Reiseversicherungen üblicherweise abdecken
Standardpolicen decken: medizinische Notfallversorgung, Krankentransport, Rückführung. Häufige Ausschlüsse: Wettkampfnutzung (Marathons wie die Mallorca 312 ausdrücklich angeben), Vorerkrankungen, Material über einer Höchstgrenze (oft 1.000 € — Carbon-Rennräder separat melden). Die EHIC verschafft dir staatliche Versorgung wie ein spanischer Einwohner — Erstattung läuft anschließend über die Versicherung.
Helmpflicht und Versicherung
Spanien schreibt Helme außerorts auf Landstraßen vor — und Mallorcas Radrouten sind fast alle Landstraßen. Ohne Helm: 200 € Bußgeld und, schwerwiegender, der Versicherer (deiner oder der des Unfallverursachers) kann Mitverschulden geltend machen und die Zahlung kürzen. Innerhalb von Palma gilt die Pflicht nur unter 16, aber trage ihn überall. Siehe [[cycling-law-helmet]].
Diebstahlschutz: weniger wichtig als gedacht
Diebstahl geparkter Rennräder auf Mallorca ist im Vergleich zum europäischen Festland selten — die Räder bleiben meist im Hotelzimmer oder in der bewachten Hotel-Garage. Realistische Verluste: Flugschaden (durch Airline gedeckt, mit Limit) und Materialdefekt (nicht versicherbar). Wenn deine Hausratversicherung das Rad außer Haus mitversichert, reicht das. Eine separate Diebstahlpolice lohnt selten; siehe [[bike-theft-map]].
Quellen: BOE — Real Decreto Legislativo 6/2015 (ley sobre tráfico) · RFEC — Licencia federativa anual